Der NSU-Prozess und die türkische Extrawurst

Türkei fordert Plätze für türkische Politiker

Eigentlich hätte man es ja ahnen können, trotz des angeblich so großen Interesses bekommt die türkische Presse nicht auf die Reihe sich rechtzeitig Plätze im Gerichtssaal zu sichern. Also muss mal wieder eine Extrawurst her. Eigentlich gibt es zu dem Thema nur zwei Dinge zu sagen:
1) Es wird immer behauptet, die Menschen mit Migrationshintergrund wollten sich in Deutschland integrieren. Warum also müssen türkische Medien zwingend den Prozeß beobachten? (Da es in dem Prozess zumindest peripher um die Frage geht, ob die staatlichen Verfassungs- und Strafverfolgungsbehörden systematisch auf dem rechten Auge blind sind, wäre es im Prinzip sinnvoll gewesen ausländischen Medien ein Kontingent zu reservieren, um den weltweiten Ruf des Rechtstaat in Deutschland wieder herzustellen.)
2) In Deutschland herrscht Gewaltenteilung. Daher kann und darf die Politik sich nicht in das Verfahren einmischen. Es wäre gut, wenn die Türken dies einsehen würden.

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