Die FDP und die Frauen(quote)

Mit großer Mehrheit hat die FDP die Einführung einer Frauenquote auf dem letzten Bundesparteitag 2011 abgelehnt. Doch zunächst sollte man einige Fakten festhalten.

Fakt ist, dass der Frauenanteil der FDP-Parteimitglieder über die Jahre gesunken ist und jetzt mit etwa 23 % einer der niedrigsten aller großen Parteien ist. Weiterhin wählen mehr Männer als Frauen FDP. Dies war schon immer so, jedoch hat sich die Disparität bei den letzten drei Bundestagswahlen (2002, 2005 und 2009) gegenüber dem langjährigen Durchschnitt verdoppelt [pdf]. Ein geringer Frauenanteil in der Partei im allgemeinen und in leitenden Positionen im besonderen kann sich an zwei Stellen auswirken. Zum einen könnte die Partei in Außendarstellung zu männlich wirken. Zum anderen könnte sie durch Unterrepräsentation von für Frauen relevanten Themen weniger attraktiv sein.

Sollte die FDP also eine Frauenquote einführen?

Die Quote ist eigentlich dafür gedacht die institutionellen Hindernisse und die häufig unbewusst stattfindende Diskriminierung von Frauen auszugleichen. Dabei ist diese ein zugegebenermaßen grobes Instrument jedoch sollte man wenn man auf dieses verzichtet funktionierende Alternativen entwickeln. Dies ist der FDP bisher nicht gelungen.

Auf der anderen Seite, ist die Quotenlosigkeit ein Alleinstellungsmerkmal und ein Aushängeschild der Liberalen, das man nicht leichtfertig aufgeben sollte.

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