Der Tod von Osama bin Laden – Ein Zwischenruf

Es ist weder moralisch gerechtfertigt sich über den Tod eines Menschen zu freuen, noch stattliche Selbsjustiz zu üben. Dennoch glaube ich, dass man die Liquidation von Osama bin Laden rechtfertigen kann. Ein Gerichtsverfahren hätte keinen wesentlichen Erkenntnisgewinn erbracht und kann daher als verzichtbar betrachtet werden.

Die Liquidierung von Osama bin Laden ist als eine Art Akt von psychologischer Kriegsführung vergleichbar mit den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki zu sehen, der der Abschreckung dienen und dadurch Menschenleben schützen soll. Um das Ganze etwas auszuführen: Die islamische Welt betrachtet uns im Westen als Weicheier und daher ist es angebracht an der richtigen Stelle ein Exempel zu statuieren. Ich denke daher schon, dass unter diesen außergewöhnlichen Umständen eine solche Aktion gerechtfertigt war. Wichtig bleibt in diesem Zusammenhang dennoch den rechtlich und moralisch unhaltbaren Zustand von Guantanamo zu benden.

Strategisch wichtiger wäre vermutlich die Liquidierung von Anwar al-Awlaki, ein potenzieller Nachfolger von Osama bin Laden, gewesen, nur ist der dummerweise auch amerikanischer Staatsbürger.

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