Warum der Libyen-Einsatz moralisch richtig sein kann

Seien wir doch ehrlich eigentlich interessiert uns das Schicksal von Menschen in entfernten Ländern nicht wirklich. Also warum sollte uns das Schicksal der Libyer interessieren? Ich denke, dass bei der Bewertung dieser Frage Aspekte eine Rolle spielen, die bisher wenig genannt worden sind. Zum einen dient die UN-Resolution dieser Einsatz dazu den Diktatoren in dieser Welt, die zahlenmäßig immer noch in der Mehrheit sind zu zeigen, dass die Staatengemeinschaft nicht immer tatenlos zuschauen, wenn ein Diktator sich mit brutaler Gewalt an der Macht zu halten versucht.

Was sind die Risiken?

Zum einen ist es möglich, dass man letztendlich nicht die Demokratisierung des Landes unterstützt, sondern lediglich die Ablösung Gadafis durch die Diktatur eines anderen Stamms vorantreibt.

Zum zweiten besteht natürlich die Gefahr eines langen Bürgerkriegs der unter Umständen mehr Menschen das Leben kostete als ein Massaker Gadafis.

Zum dritten ist nicht unbedingt gesagt, dass die treibenden Kräfte des Einsatzes Frankreich und Großbritannien nicht doch andere Ziele verfolgen.

In der Summe bietet der Libyen-Einsatz eine echte Chance die Demokratisierung der Region dauerhaft voranzutreiben, da im Gegensatz zum Irak- und Afghanistan-Einsatz ein hinreichender Wille zur Veränderung aus dem Volk selbst heraus zu bestehen scheint. Vielleicht ist dies der richtige Zeitpunkt für eine nachhaltig erfolgreiche Militärintervention.

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