Archive for März 2011

Warum der Libyen-Einsatz moralisch richtig sein kann

28. März 2011

Seien wir doch ehrlich eigentlich interessiert uns das Schicksal von Menschen in entfernten Ländern nicht wirklich. Also warum sollte uns das Schicksal der Libyer interessieren? Ich denke, dass bei der Bewertung dieser Frage Aspekte eine Rolle spielen, die bisher wenig genannt worden sind. Zum einen dient die UN-Resolution dieser Einsatz dazu den Diktatoren in dieser Welt, die zahlenmäßig immer noch in der Mehrheit sind zu zeigen, dass die Staatengemeinschaft nicht immer tatenlos zuschauen, wenn ein Diktator sich mit brutaler Gewalt an der Macht zu halten versucht.

Was sind die Risiken?

Zum einen ist es möglich, dass man letztendlich nicht die Demokratisierung des Landes unterstützt, sondern lediglich die Ablösung Gadafis durch die Diktatur eines anderen Stamms vorantreibt.

Zum zweiten besteht natürlich die Gefahr eines langen Bürgerkriegs der unter Umständen mehr Menschen das Leben kostete als ein Massaker Gadafis.

Zum dritten ist nicht unbedingt gesagt, dass die treibenden Kräfte des Einsatzes Frankreich und Großbritannien nicht doch andere Ziele verfolgen.

In der Summe bietet der Libyen-Einsatz eine echte Chance die Demokratisierung der Region dauerhaft voranzutreiben, da im Gegensatz zum Irak- und Afghanistan-Einsatz ein hinreichender Wille zur Veränderung aus dem Volk selbst heraus zu bestehen scheint. Vielleicht ist dies der richtige Zeitpunkt für eine nachhaltig erfolgreiche Militärintervention.

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Fortschritt und der evolutionäre Prozess

22. März 2011

Die Evolution des Lebens auf der Erde hat kein Ziel, der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung, so ist es die allgemeine Erkenntnis der Evolutionsbiologen. Im Gegensatz dazu spricht man vom wissenschaftlichen und technischen Fortschritt also einer Entwicklung mit einem Ziel. Dass die ethische Entwicklung der Menschheit ebenfalls zielgerichtet verlaufen ist werden die meisten bejahen. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Entweder beide Prozesse laufen nach unterschiedlichen oder nach gleichen Gesetzmäßigkeiten ab. Wenn beide nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten ablaufen, warum sollte dann in einem Fall ein Ziel bestehen in dem anderen Fall nicht? Wenn beide nach unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten ablaufen, dann stellt sich die Frage wie sicher wir sind, ob die Prozesses zielführend oder nichtzielführend sind. Was unterscheidet die Prozesse in ihrem Mechanismus?

Angenommen wir finden keinen Unterschied, sondern beide Prozesse sind identisch und zielgerichtet. Dann ist aber nicht nur das auftreten des Menschen kein Zufall, sondern intelligentes Leben ist die logische Konsequenz des evolutionären Prozesses.

Die E10-Hysterie

10. März 2011

Während Nordafrika brennt und Gaddafi den Ölhafen Ras Lanuf bombardieren läßt, weigert sich der deutsche Autofahrer den „Biospirit“ E10 zu tanken. Es ist wohl bekannt, dass dieser Biosprit alles andere als bio ist. Die menschengemachte globale Erwärmung wird er nicht aufhalten. Auch wird angeführt, dieser führe zu einer Verknappung der Nahrungsmittel in der dritten Welt. Hierzu ist allerdings zu sagen, dass es genug Nahrungsmittel auf der Welt gibt, um alle Menschen zu ernähren, lediglich an der gerechten Verteilung hapert es. Außerdem ist es der westliche Lebensstil insgesamt an dem die dritte Welt leidet, da spielt E10 keine wesentliche Rolle mehr. Richtig bleibt jedoch, dass im Hinblick auf die geopolitische Lage jeder Schritt unsere Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren ein richtiger ist und E10 sind 10 % in diese Richtung.

Intelligent design and the fine tuning of the universe. Part 1

8. März 2011

Intelligent design proponents often cite the apparent fine tuning of the universe as circumstantial evidence for intelligent design. For reference please google. But before I can start the discussion we have to be clear on the terms. For the purpose of the discussion when I talk about intelligent design (ID) I will limit it to biological systems. But what does the fine tuning of the universe mean? For the moment we will stick to what Martin Rees suggested in “Just Six Numbers” that six fundamental constants in the universe need to be fine tuned or life might not be possible.

But we need to clarify this. There are four stages to life: First life as to be enabled, than life has to be produced, than it has to be sustained and than it can evolve (change). The other question is what does the fine tuning of these constants mean? It essentially means that the natural laws that utilise these constants are fine tuned and that the natural processes that are governed by these laws are also fine tuned.

Now here comes the important point: Intelligent design explicitly includes the claim that natural processes are unable to account for the production and the evolution (change) of life. But natural processes could potentially be fine tuned to just do that. So ID is only compatible with what I will call “limited fine tuning” meaning that only the processes that are needed to enable and sustain life but not the processes that are needed to produce and to evolve life are fine tuned. ID would ultimately refuted by what I will call “comprehensive fine tuning” that the laws of nature that enable, produce, sustain, and evolve are fine tuned.

Possible objections:
The laws to procure or evolve life were simply not created. This situation is essentially the same as when the processes were created but not fine tuned.

Conclusion:
Even if it would turn out that the fine tuning of the universe was limited this would not be circumstantial evidence for ID unless there would be a good scientific reason for these laws to only be partially fine tuned.