Archive for Februar 2010

Das Klimamodell der Erde und die Evolutionstheorie – Gemeinsamkeiten und Unterschiede (II)

27. Februar 2010

Angeregt durch diesen Blogeintrag habe ich mir die Frage gestellt, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen dem Klimamodell der Erde und die Evolutionstheorie gibt.

In beiden Fällen werden Aussagen über hoch komplexe Systeme gemacht. Gleichzeitig liegen beiden relativ einfache Gesetzmäßigkeiten zu Grunde (CO2 ist ein Treibhausgas welches die Atmosphäre erwärmt und er Mensch erhöht dessen Konzentration; alle Arten auf der Erde haben einen gemeinsamen Ursprung und der Mechanismus der Entwicklung der Arten aus diesem Ursprung ist die Evolution; zufällig Mutation und gerichtete natürliche Selektion).
Auf den ersten Blick erscheinen beide logisch, auf den zweiten Blick wird aber klar, dass die Realität wesentlich komplizierter ist. Auf dieser Ebene macht die Beschränkung des menschlichen Gehirns, was die Vorstellung langer Zeiträume, das intuitive Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten und das Überblicken rückgekoopelter Systeme angeht neben dem Fehlen von Grundlagenwissen eine Beurteilung durch den Laien unmöglich.

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Klimaleugner versus Kreationisten (I)

11. Februar 2010

Vor ziemlich genau 2,5 Jahren habe ich mich in einem Kommentar in einem anderen Blog ziemlich klar dazu bekannt, dass ich den menschengemachten Klimawandel für einen Fakt halte, und habe folgerichtig diejenigen, die diesen bestreiten, mit Vertretern von „Intelligent Design“ verglichen. Ich bin etwas erstaunt wie überzeugt ich damals war, nichts desto trotz hat sich an den Tatsachen nichts geändert. Es handelt sich um zwei Phänomene, die es wert sind gemeinsam näher betrachtet zu werden. Letztendlich geht es um das Verhältnis der Gesellschaft zur Wissenschaft, eine Frage die nicht neu, dafür aber um so aktueller ist.

Helpful palcebo?

1. Februar 2010

Auch wenn Aktionen wie der versuchte „Massenselbstmord“ mit Globulis für Aufregung sorgen, die Frage nach der Wirksamkeit von Homöopathie ist abgefrühstückt, da gibt es nichts mehr zu zu sagen, was nicht schon gesagt worden wäre. Interessanter ist die folgende Frage:

Homeopathy, a “helpful placebo” or an unethical intervention? Trends in Pharmacological Sciences, Edzard Ernst, 31 (1), 1-1, (2010).DOI: 10.1016/j.tips.2009.10.005

(ich kann auf das Paper leider nicht zugreifen; via scienceblogs)

Wenn man die Frage mit “helpful placebo” beantwortet stellt sich natürlich direkt die nächste Frage, wie so etwas denn umzusetzen wäre. Die einzige Möglichkeit wäre, das normale Ärzte auch Homöopathika verschreiben, wenn sie es für angebracht halten. Nur werden Menschen, die an Homöopathie glauben, zu einem normalen Arzt gehen, wenn dieser Ihnen in der Regel Schulmedizin verschreibt?

Zum Thema:
„Placebos“ gegen Depressionen