Betrügerische Bombendetektoren im Irak – oder warum diese doch funktioniert haben

Um es gleich vorweg zu nehmen, Wünschelruten funktionieren natürlich nicht, auch nicht als Bombendetektoren. Erstaunlich ist es daher schon, dass so viele Sicherheitskräfte so lange Zeit auf diesen Schwindel hereinfallen konnten, wo doch diese Geräte schon jemandem mit geringen Vorkenntnissen stutzig machen müssen. Man fragt sich schon, ob die wissenschaftliche und technologische Rückständigkeit islamisch geprägter Länder nur eine Korrelation ist.

Doch zurück zum Thema. Auch wenn diese Detektoren ein Betrug waren, so haben sie dennoch wahrscheinlich etwas geholfen. Zum einen wenn man sich überlegt, dass das Personal an solchen Checkpoints eine gewisse Erfahrung damit hat welche Fahrzeuge verdächtig sind, ähnlich wie die Polizei in Deutschland auch nicht jedes Auto anhält. Da dieses Gerät als Wünschelrute funktioniert, wird der Bediener durch unbewusste Bewegungen eher bei solchen Fahrzeugen einen Ausschlag erhalten, die er für verdächtig hält und diese dann genauer kontrollieren wird. Jedoch muss man bedenken, dass derjenige vielleicht ohne Gerät noch mehr auf seine Erfahrung gehört hätte.

Zum zweiten wird das Gerät einen gewissen Abschreckungseffekt gehabt haben. Da potentielle Terroristen zunächst sicher nichts von der Wirkungslosigkeit der Geräte wussten. Ob beide Effekte zusammen aber 40.000 $ pro Gerät wert waren, muss bezweifelt werden.

Mehr zum Thema:

Die ursprüngliche Meldung in der New York Times.

Advertisements

Schlagwörter: , , ,


%d Bloggern gefällt das: