Minarette versus Sontagsshopping oder die Schweiz gegen Deutschland

Zuerst muss ich sagen, dass die Religionsfreiheit sicher ein hohes Gut ist. Jedoch wird doch an dem Beispiel des Minarettverbots in der Schweiz und dem Verfassungsgerichtsurteil über die Öffnung der Läden an Sonntagen in Deutschland eine Frage offensichtlich: Wer entscheidet eigentlich über die Reichweite dieser Freiheit. In der Schweiz ist die höchste Instanz die Legislative, das Volk. In Deutschland kann die Legislative aber noch von der Judikative in ihre Schranken verwiesen werden. Bei dieser Frage handelt es sich um eine staats- und rechtsphilosphisch sicher nicht neue Frage. Doch muss man festhalten, dass die letzte Entscheidung der Judikative zu überlassen, wiederum eine mehr oder weniger freiwillige Entscheidung der Legislative ist.
Letztendlich ist die Idee von unveräußerlichen Menschenrechten, einschließlich der Religionsfreiheit, eine Illusion, den auch diese Rechte bedürfen einer Übereinkunft sie zu schützen. Wobei sich bei der Religionsfreiheit die Frage stellt, ob diese nicht ohnehin durch andere Rechte abgedeckt ist.

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Plebiszitäre vs. klerikal-judikative Unterdrückung? Was ist schöner?

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